Was ist Philosophie?

Wer Wikipedia fragt, erhält folgende Antwort:

In der Philosophie (altgriechisch φιλοσοφία philosophía, latinisiert philosophia, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen.

Begrifflich sind sich alle einig. Dennoch weiß der Laie dadurch nicht, was Philosophen und Philosophinnen eigentlich so „machen“… Die Tätigkeit der Philosophie hat eine lange Tradition und hat sich stets weiterentwickelt.

Auf Wikipedia folgt:

In der antiken Philosophie entfaltete sich das systematische und wissenschaftlich orientierte Denken. Im Lauf der Jahrhunderte differenzierten sich die unterschiedlichen Methoden und Disziplinen der Welterschließung und der Wissenschaften direkt oder mittelbar aus der Philosophie, zum Teil auch in Abgrenzung zu irrationalen oder religiösen Weltbildern oder Mythen.

Erste Erkenntnis:

Entgegen einem langsam im Keim erstickenden Klischee, der Philosoph sei ein in den Sonnenuntergang blickender, tiefgründige Sätze formulierender Mensch, handelt es sich hierbei um eine sehr alte Wissenschaft, die sich das kritische Hinterfragen zur Kernaufgabe gemacht hat.

Weiterhin finden wir:

Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft des folgerichtigen Denkens), die Ethik (als die Wissenschaft des rechten Handelns) und die Metaphysik (als die Wissenschaft der ersten Gründe des Seins und der Wirklichkeit). Weitere Grunddisziplinen sind die Erkenntis- und Wissenschaftstheorie die sich mit den Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns im Allgemeinen bzw. speziell mit den Erkenntnisweisen der unterschiedlichen Einzelwissenschaften beschäftigen.

Das ist tatsächlich treffend zusammengefasst. Innerhalb der hier aufgelisteten Teilgebiete verstecken sich natürlich weitere Themen. So finden wir in der Ethik bzw. praktischen Philosophie weitere Teildisziplinen wie die politische Philosophie, Rechtsphilosophie oder Medizinethik.

Ebenso umfasst die Logik, Erkenntnistheorie sowie die Wissenschaftstheorie weitere Teildisziplinen und neu entwickelte Fragen, die von philosophischer Relevanz sind:

Was sind gute wissenschaftliche Erklärungen? Wie verhalten sich Erklärungen zu Vorhersagen? Gibt es logische/unlogische Erklärungen/Folgerungen in den Wirtschaftswissenschaften? In der Physik? Kann man mit physikalischen Methoden wirtschaftliche Phänomene (Ökonophysik) erklären? Wie steht es um die philosophischen Fragen der Quantenphysik? Gibt es einen logischen Pluralismus; mit anderen Worten: Gibt es nur eine Logik? Oder mehrere? Wie steht es um die Ethik des autonomen Fahrens? Welche Chancen und Risiken ergeben sich mit künstlicher Intelligenz?

In der Philosophie gibt es, wie in allen Wissenschaften, selten Antworten. Gesucht werden die Bedingungen der Möglichkeiten, sie irgendwann beantworten zu können. Bevor wir nach Antworten suchen, müssen wir lernen, die richtigen Fragen zu stellen.

Weitere Denkanstöße für philosophische Fragen (ebenfalls aus Wikipedia):

  • Die Biologie untersucht zwar die Welt des Lebendigen, sie kann aber nicht bestimmen, was das „Wesen“ des Lebendigen ausmacht, ob und wann lebende Organismen getötet werden dürfen oder welche Rechte und Pflichten das menschliche Leben beinhaltet.
  • Mit Hilfe von Physik und Mathematik können zwar Naturgesetze ausgedrückt werden, aber die Frage, ob die Natur überhaupt gesetzmäßig aufgebaut ist, kann keine Naturwissenschaft beantworten.
  • Die Rechtswissenschaften untersuchen und legen fest, wann etwas im Einklang mit den Gesetzen geschieht; was aber wünschenswerte Inhalte des Gesetzbuches sein sollten, dies übersteigt ihren Rahmen.
  • Allgemein erhebt sich nicht nur hinsichtlich jeder Einzelwissenschaft, sondern grundsätzlich die Frage, wie wir mit dem daraus gewonnenen Wissen umgehen sollen.
  • Zudem gibt es Fragestellungen, die die Grenzen des Denkens berühren, wie etwa die Frage, ob die in diesem Moment individuell erlebte Wirklichkeit auch tatsächlich existiert.

 

Viel Spaß beim Denken wünscht:

Philosophie Heute